LOTAR SPIESS

Geistesschulung

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Geistestraining

Buddhismus und andere spirituelle Wege in Verbindung mit psychotherapeutischen Werkzeugen

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Inhalt:

0. Einleitung

1. Der Leiter der
Seminare

2. Zum Inhalt der
Schulung und
Training des Geistes

2.1. Spiritueller
Hintergrund

2.2. Schulung und
Training des Geistes


2.2.2. Meditations-
Werkzeuge

3. Aktuelles
3.1. Seminar-Häuser
3.2. Anmeldung,
Information,
Seminarprogramm

Kontakt:
Dipl.-Ing., Dipl.-Psych.
Lotar Spiess
Ringstr. 24
23845 Grabau

Tel.: (0 45 37) 70 73 22
Fax: (0 45 37) 70 73 23
Web: www.lotar.de

2.2.1. psychotherapeutische Werkzeuge

   

„Die Butter ist schon in der Milch -
aber es sind einige Anstrengungen notwendig,
die Butter aus der Milch herauszubekommen.“

(Tibetische Weisheit)

Es geht darum, sich der Konzepte des ,Ich’ bewusst zu werden. Diese Konzepte rühren u.a. aus Erfahrungen / Erinnerungen des verletzten „Inneren Kindes“ (d.h. frühe Verletzungen des ,jungen Ich’) her.

Das beinhaltet die Arbeit mit unseren Einstellungen (Gedanken), Gefühlen, dem Körper (der Gedanken und Gefühle ausdrückt) und unserem subtilen Energiekörper.

Wenn wir das „Innere Kind“ verstehen lernen und liebevoll annehmen, wie es ist, nicht wie wir es haben wollen, findet eine nachträgliche Heilung statt.

Im Moment des Verstehens und des Annehmens öffnet sich wie durch ein Wunder unser spirituelles Herz (Chakra) und es strahlt aus einer unerschöpflichen Quelle bedingungslose Liebe aus.

In diesem Moment bin ich in Liebe mit mir und allen anderen, der Welt.

Diese Liebe ist ohne Bedingungen, ohne Urteil, sie will nichts - sie ist.

Allein die Bewusstwerdung führt zu einer spontanen Veränderung, Transformation, die allerdings stabilisiert werden muss; ein geistiger Same, der sorgsam gegossen werden muss.

Transformation bedeutet weder Unterdrückung, noch Ausleben der Impulse wie Ärger, Hass oder Gier und Verzweiflung usw., sondern deren Umwandlung in Mitgefühl, Liebe und Bewusstheit.

Um diesen Zustand zu stabilisieren ist die tägliche, konsequente Arbeit mit dem ,Inneren Kind’ (Schuldgefühle, Angst, mangelnde Selbstwertschätzung, Misstrauen, Unsicherheit, Hass etc.) notwendig:

„Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer!“

Liebe, Mitgefühl und Bewusstheit lassen eine innere Kraft entstehen, die das ständig um sich selbst kreisende und um sich selbst besorgte ,Ich’ in den Hintergrund treten lässt.

Wir benutzen verschiedene Methoden und Schritte bei der Bewusstwerdung und Heilung des ,Inneren Kindes’ (,junges Ich’), bevor wir das ,Ich’, den ,Geist zähmen’. Die folgenden Schritte gehen über oder überschneiden sich mit Punkt 2.2.2. Meditationsmethoden.

  1. Innehalten, „Stopp“, Hinschauen, Geist (Gedanken) zur Ruhe bringen, „Gedanken-Karussell“ stoppen

  2. Zeuge (Spiegel), Beobachter:

    Vergegenwärtigung, Selbstprüfung, Bewusstwerdung, wahrnehmen - ohne Urteil und Wertung der:

    1. Gedanken (Konzepte, Erinnerungen, Einstellungen)

    2. Gefühle (Schmerz, Ängste, Wut, Freude, ...)

    3. Körperempfindungen (Enge, Weite, Anspannung, Entspannung) und Körperhaltung (aufrecht, gedrückt, aufgeplustert, ...)

    4. Atmung (flach, weit, ...)

    a) bis d) repräsentieren, prägen das ,Ich’ und das ,Innere Kind’, das ein Teil des ,Ich’ (das frühe ,Ich’) ist.

  3. In Frage stellen:

    Entstandene Sichtweisen, Reaktionsweisen, Schlussfolgerungen (Sozialisation, Anamnese) überprüfen und hinterfragen -

    Analytische Meditation: Überprüfen der grundlegenden ,Ich’-Struktur (Gier, Hass, Unwissenheit)

  4. Verständnis (Ratio und ,Herz’)

    Verständnis für dieses ,Ich’ (Gier, Hass, Unwissenheit / Täuschung) und für das ,Innere Kind’, dessen Entwicklungsgeschichte, Reaktionsmuster, erstarrte Sichtweisen (z.B. „Ich habe Recht“), dessen Sehnsucht nach Geborgenheit und dessen Abwehrmechanismen usw. uns jetzt noch prägen und bestimmen - die so sind, wie sie sind, nicht wie wir sie haben wollen (Realität und Idealbild) -

    Weisheit - umfassendes Wissen um Zusammenhänge (Saint-Exupéry: „Nur mit dem Herzen sieht man gut.“) - Täuschung und Karma.

  5. Annehmen (Liebe, Mitgefühl, Selbstwertschätzung):

    Mitfühlendes, liebevolles, verständnisvolles Annehmen des ,Ich’, des ,Inneren Kindes’ mit allen seinen Strukturanteilen, Defiziten und Fehlern, wie es ist:

    „TONGLEN“: Annehmen und Verwandeln (Transzendenz, Transformation) von z.B. Schmerz oder Wut über das spirituelle Herz in Liebe.

    Mit dieser Transformation geht eine Veränderung der Sicht der ,konventionellen’ Realität, (Normalbewusstsein) einher.

    • Diese, unsere ,Ich’-Sicht ist das wirkliche Problem: wir sehen gewöhnlich Probleme nur im Außen.

    • Wir erkennen, dass der ,Feind’ nicht im Außen, sondern in mir ist.

    Ziel ist, sich selbst anzunehmen und wertzuschätzen, Mitgefühl, Liebe, Verständnis für sich selbst und andere zu entwickeln -

       

    Bevor ich das ,Ich’ überwinden kann
    muss ich es annehmen -
    bevor ich es annehmen kann, muss ich es kennen !

  6. Spiritualität, Meditation, Gebet:

    Erschließen, anschließen an die „letztendliche Realität“ (Höhere Bewusstseinsebene, „subtiler Geist“), die in den Religionen bzw. spirituellen Richtungen unterschiedlich benannt wird, z.B. als

    • Gott, das Göttliche

    • „Leerheit“ (die Fülle ist) im Buddhismus, die Buddha-Natur in uns (Weisheit, Liebe).

    Weisheit, Allwissenheit, Liebe, Mitgefühl, Freude und Glückseligkeit - unsere eigentliche Natur, die letztendliche Wirklichkeit.

    Öffnung des spirituellen Herzens z.B. durch

    • Kontemplative Meditation

    • Gebet, Bitten

    • Demut, Geduld

    • Entsagung (dem, was mir und anderen Wesen in Wirklichkeit schadet, Leid schafft).

    • Die Überschreitung der ,Ich’-Grenzen (Einstellungen, getäuschten Sichtweisen, der „konventionellen Wirklichkeit“) -

         

      „Du musst sterben, um neu geboren zu werden.“
      „Ihr müsst werden wie die Kinder, um ins Himmelreich zu kommen.“

      (Jesus)

  7. Entschlossenheit, Tatkraft (im Buddhismus: Enthusiasmus):

    Um das Erkannte in die Tat umzusetzen, ein Ziel zu erreichen, z.B. das ,Innere Kind’ zu heilen, ist Entschlossenheit, Tatkraft, Wille notwendig, die Bequemlichkeiten, Gewohnheiten des ,Ich’ zu überwinden.

    Tatkraft ist Voraussetzung für das Handeln, die Umsetzung des Erkannten, den „Weg der Befreiung“ zu gehen. Umgekehrt fördert und stärkt das Handeln die Tatkraft.

    Wir benötigen Entschlossenheit, um die ,richtigen’ Ursachen (aus Unwissenheit schaffen wir uns oft Leid statt Glück) für ein dauerhaftes Glück zu erkennen und zu schaffen.

    Wir benötigen Entschlossenheit, um schwierige Umstände, die uns im Außen und in uns begegnen als Herausforderung anzunehmen und als Wachstumschance, z.B. für die Entwicklung von Geduld, Gleichmut und Mitgefühl zu begreifen.

    Wir benötigen Entschlossenheit, um im täglichen Leben Risikeneinzugehen,

    • unserer inneren Wahrheit, unserer inneren Stimme zu folgen,

    • z.B. verletzt und abgelehnt zu werden, Niederlagen zu ertragen.

    Erfolg und Niederlagen wechseln einander ab.

       

    „Nimm die Niederlagen auf dich - überlasse die Siege den Anderen.“

    (Buddhistische Weisheit)

  8. Handeln:

    Voraussetzung für das Handeln, den "Weg der Befreiung" zu gehen, das ,Innere Kind’ zu heilen, sind neben Entschlossenheit und Tatkraft, Ausdauer, Geduld, Humor und Freude, um Liebe, Weisheit, Gleichmut, Samatha (geistige Ruhe), inneren Frieden, Zufriedenheit und Demut zu entwickeln und zu schulen.

    • Freude und Zuversicht stärken meine innere Kraft, den ,Pfad’ zu gehen und Schwierigkeiten zu meistern.

    • Missmut und Resignation schwächen meine innere Kraft.

    Das Handeln beginnt mit:

    • Risiken eingehen

    • Gewohnheiten durchbrechen

    • Entsagung (Aufgeben von Handlungen und Gedanken, die Leid schaffen, wie Vergeltung und Hass)

    • Opfern (liebgewordener Einstellungen, z.B. von dem, woran ich hänge)

    • Gewöhnen“ (Einüben, Praxis) an heilsame, positive Geisteszustände wie Mitgefühl, Gleichmut usw.

    • Dienen - Geben (statt Habenwollen)

    Die ersten Schritte wie Heilung des ‚Inneren Kindes’ und Selbstwertschätzung gehen über in die höchste Stufe des Pfades:

    Der Bodhisattva-Weg im Mahajana-Buddhismus, d.h. Bodhicitta (Erleuchtungsgeist) entwickelt Weisheit und Liebe, um anderen aus ihrem Leid zu einem dauerhaften Glück auf dem Weg der Befreiung helfen zu können.

    • Ich nehme die größten Anstrengungen und Schwierigkeiten auf mich: „Kraft des Ertragens“

    • Dalai Lama: „Behandle deinen Feind wie einen kostbaren Schatz!“, d.h.:

      „Auch wenn andere mir Schaden zufügen, mich beschimpfen, verleumden usw., höre ich nicht auf, den anderen Nutzen zu bringen.“ (Guru Puja)

    • Ich übe keine Vergeltung, ich habe Mitgefühl mit den Tätern, nicht nur mit den Opfern.

    • Diejenigen, die mir Schaden zufügen, helfen mir, Mitgefühl, Gleichmut und Geduld zu schulen.

    • u.v.a.

    Der Bodhisattva-Weg ist dem christlichen Weg vergleichbar:

    • „Nimm das Kreuz auf dich!“

    • „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“

    • „Halte die andere Wange hin, …“

    Es ist äußerst wichtig, nicht sofort mit der höchsten Stufe zu beginnen, sondern mit ersten, kleinen Schritten, uns langsam an diesen Pfad zu gewöhnen,

    uns Schritt für Schritt zu schulen, nicht zu viel zu erwarten und zu verlangen - sonst besteht die Gefahr bei Misserfolgen zu resignieren und aufzugeben.

    Dalai Lama: „Wer schnelle Erfolge auf dem Weg erwartet, wird enttäuscht sein!“

       

    „Eine Kerze wird durch einen kleinen Luftzug ausgelöscht.

    • Schon ein kleines Problem (Leid) wirft mich aus dem Gleichgewicht, ist meine innere Kraft schwach entwickelt.

    Ein Feuer wird durch Wind angefacht (bläst ein starker Wind in einen brennenden Wald, gewinnen die Flammen an Kraft).

    • Treffe ich auf große Schwierigkeiten (Leiden), stärken diese meine innere Kraft, falls ich sie geschult und entwickelt habe.“

    (Tibetische Weisheit)


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