LOTAR SPIESS |
Geistesschulung |
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Geistestraining |
| Buddhismus und andere spirituelle Wege in Verbindung mit psychotherapeutischen Werkzeugen | |||
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1. Der Leiter der Seminare
Lotar Spiess, Jahrgang 1944. Als Kind fragte ich mich: Warum lässt Gott dieses Leiden in der Welt zu (Zweiter Weltkrieg, physische Vernichtung der Juden, usw.)? Gibt es einen Ausweg? Fragen, keine Antworten? Aufgewachsen in der DDR - fragte ich mich als Jugendlicher: Warum lassen sich Menschen von ihrer Angst vor Repressalien beherrschen? Warum folgen sie nicht ihrer inneren Wahrheit? Warum lassen sie sich unterdrücken? Als Schüler und Student hielt ich mit meinen Ansichten nicht hinterm Berg, erlebte Sanktionen, die mich innerlich stärkten, nicht schwächten. In eingeschmuggelten Büchern von Wilhelm Reich glaubte ich, Antworten gefunden zu haben: Die Unterdrückungsmechanismen sind in unserer ‚Ich’-Struktur (Charakter-Panzer) zu finden. 1964 - 1970 Studium an der TU Dresden - Abschluss als Dipl.-Ingenieur. Die mangelnden persönlichen Entfaltungs- und politischen Veränderungsmöglichkeiten ließen in mir den Entschluss zur Flucht aus der DDR reifen. Dank der Hilfe meines Vaters (der schon in der Bundesrepublik lebte) sowie seiner Frau und anderer gelang die Flucht beim dritten Versuch 1972. Während der Inhaftierung im Zuchthaus in Rumänien (unter der Diktatur Ceausescus) nach zwei missglückten Fluchtversuchen und während der Fluchtversuche selbst (umgebauter Pkw und Grüne Grenze) machte ich lebensverändernde Erfahrungen: Ich war ausgezogen, die äußere Freiheit zu finden - was ich fand, war eine innere Freiheit, eine innere Ruhe und ein inneres Glück, unabhängig von äußeren Umständen. - Dieses empfand ich besonders dann, wenn es keinen Ausweg zu geben schien, wenn die Situation lebensbedrohlich war - in einer Situation extremer äußerer Unfreiheit. Mein Berufswunsch zeichnete sich ab: Etwas dazu beizutragen, dass andere Menschen diese innere Freiheit, dieses innere Licht finden mögen, unabhängig von äußeren Umständen, frei von einengenden ‚Ich’(Ego)-Strukturen und Verblen-dungen, die Unterdrückung und Leid verursachen. 1973 - 1980 Psychologiestudium in Hamburg. Ausbildung in Gesprächspsychotherapie nach Rogers, Gestalttherapie nach Perls, Bioenergetik nach Lowen, Hypnotherapie nach Erickson, Biodynamik mit G. Boyesen, Primärtherapie u.a. Etwas fehlte mir in den Therapie-Ausbildungen, in der westlichen Psychologie: Alles dreht sich um ein besseres, schöneres, erfolgreicheres ‚Ich’ - Liebe, Mitgefühl und Selbstlosigkeit fehlten. Die Erklärungen der Ursachen des Leidens, von Konflikten waren für mich unbefriedigend.
Die Frage, „Was ist das ‚Ich’?“ (,Ich’ - synonym: Persona, Ego, konzeptuelles Denken, Summe von Erfahrungen, Erinnerungen und daraus resultierenden Schlussfolgerungen, Projektionen in die Zukunft), wird nicht gestellt, geschweige denn die nach der Freiheit vom ‚Ich’. 1976 führte mein Weg zu Osho (vormals Bhagwan). Während meines zweijährigen Aufenthalts in seinem Ashram in Indien wurde ich sein Schüler unter dem Namen Swami Prem Asmitam. Angezogen haben mich Oshos bedingungslose Liebe und die Verbindung zwischen westlicher Psychologie / Psychotherapie und Religion, östlicher Philosophie und Meditation, die er lehrte. Und wieder war ich ausgezogen: Diesmal, um zu lernen, anderen zu helfen. Was ich lernte, war, zuerst mir selbst helfen zu können. Das bedeutete: Erfahrung und Arbeit an meinen eigenen, verworrenen,Ich’-Strukturen, Wünschen, Hoffnungen, Ängsten, meiner Wut, meinem Anhaften und Habenwollen. Nach zwei Jahren in Oshos Ashram ermutigte er mich, als Therapeut zu arbeiten. Ab 1981 selbständiger Psychologe in freier Praxis in Hamburg, Honorarpsychologe in einer Fachklinik für Suchtkranke, Dozent für Selbsterfahrung und Meditation an der Hamburger Volkshochschule. Ab 1983 mehrere Aufenthalte in der Osho-Community in den USA: Therapeutentraining und Aufbau der Community. Leitung von Ausbildungen in Transpersonaler, später in Spiritueller Psychotherapie. 1982 erste Begegnung mit dem Dalai Lama in Hamburg. Von dem Sufi (Mystik im Islam) – Meister Sheik Nazim auf Zypern erhielt ich den Namen Lukman.
Ab 1991 Studium und Praxis der tibetisch-buddhistischen Philosophie und Meditation bei Geshe Thubten Ngawang, Geistlicher Leiter des Tibetischen Zentrums in Hamburg bis zu seinem unerwarteten Tod im Januar 2003. - von ihm erhielt ich den Dharma-Namen Jampa Yöntän. Von anderen tibetischen Meistern, Khandro Rinpoche (eine Frau) und Chime Rinpoche, erhielt ich die Dharma Namen: Gyatso Yöntän und Lodrö. In mehreren Begegnungen mit dem Dalai Lama, Tibetern und tibetischen spirituellen Lehren hatte ich das Gefühl, nach Hause gekommen zu sein. Mein Herz fühlte sich von der Offenheit, Aufrichtigkeit, Fröhlichkeit, tiefen Religiosität, dem gewaltlosen Freiheitskampf der Tibeter angezogen und mit ihnen tief verbunden. Was mich bewegt, ist die Unbeugsamkeit (im positiven Sinne) der Tibeter, die einer inneren Kraft entspringen muss, trotz Folter und Unterdrückung. Und dieser inneren Kraft der Tibeter wollte ich auf die Spur kommen.
Mehrere Reisen nach Dharamsala (Sitz des Dalai Lama im Exil), und sieben Mal in Bodhgaya (Ort, an dem Buddha die Erleuchtung erlangt haben soll) und Ladakh in Indien. 1997 Pilgerreise nach Tibet zum heiligen Berg Kailash, Audienz beim Karmapa. Ein Traum wurde wahr. Pilgerreisen zu buddhistischen Klöstern, 2005 Bergkloster Terelj in der Mongolei, 2006 Kloster Rumtek in Sikkim (Indien) – Sitz des Karmapa. Leitung von Seminaren in Ladakh und Bodhgaya in Indien. Ein weiterer Traum wurde wahr: 2007 ist ein Seminar in der Mongolei (Bergkloster Terelj – Nahe Ulan Batar) geplant. Kalachakra-Initiation vom Dalai Lama in Graz (österreich) und Bodhgaya (Indien) 2002 und 2003.
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